Startseite
  Archiv
  Fotos
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Mein alter Blog
   Ankes Blog



http://myblog.de/riga-reloaded

Gratis bloggen bei
myblog.de





Laimīgu jauno gadu - ein frohes neues Jahr

Viel ist passiert, Weihnachten, Silvester, aber ich fang am besten da an, wo ich letztes mal aufgehört habe. Die letzten Tage vor Weihnachten in Riga waren nochmal richtig schön. Ich hatte nur noch ein paar Vorlesungen und somit Zeit für die letzten Weihnachtseinkäufe, ein vorweihnachtliches über-die-Ferien-Abschiedsessen mit Julia und Uli und auch zum Schlittschulaufen. Ganz in der Nähe von unserem Wohnheim befindet sich das große Lido, ein Restaurant mit einer Art kleinem Freizeitgelände drum herum, und dort ist im Winter eine große Schlittschuhbahn aufgebaut. Also liefen wir eines Abends mit einer großen Gruppe von 11 Leuten aus dem Wohnheim dort hin, bekamen dadurch sogar noch Gruppenrabatt beim Eintritt (hihi) und schlitterten dann mehr oder weniger elegant eine Stunde lang über's Eis. Für Giancarlo aus Italien war es das erste mal auf Schlittschuhen und so richtig konnte er sich nicht damit anfreunden. Dafür entwickelten Uli und Kerttu ihre eigene Eistanzchoreographie und sogar ich hatte trotz der zu engen Schuhe letztendlich meinen Spaß am Schlittschuhlaufen. Danach stärkten wir uns noch mit warmem Tee im Lido.
Am Donnerstag vor Weihnachten hatten wir dann unsere letzte Lettischstunde vor der Klausur, bei der wir aus dem Fenster einen traumhaften Sonnenuntergang bewundern konnten.
Abends veranstalteten wir eine große Weihnachts-Abschiedsfete in der Küche, mit Glühwein, heißem Balzams und vielen Gästen. Mit Kristine aus Sigulda unterhielten Janusz, Kerttu und ich uns ganz viel auf lettisch und auch später in der French Bar trafen wir noch lettische Bekannte. Auf dem Weg zur Straßenbahn unterhielten wir uns dann in einem echt wilden Sprachmix, jeder mit jedem so, wie's gerade passte - deutsch, englisch, lettisch oder russisch.
Am Freitag hatten wir dann schon frei und ich nutzte die Zeit hauptsächlich zum Koffer packen. Abends waren Janusz und ich eine Weile bei Kristine, einer Bekannten aus dem dritten Stock in unserem Wohnheim, und danach brachten wir zusammen mit Asia und einer Freundin von ihr Basia zum Busbahnhof. Sie nahm nämlich tatsächlich den langen Weg nach Warschau per Bus auf sich. Danach statteten Janusz und ich der French Bar noch einen kurzen Besuch ab, tranken ein BIer mit einem gemeinsamen Bekannten und fuhren mit dem letzten Trolejbus nach Hause. Dort saßen wir noch eine ganze Weile mit Anna, Alisa und Uli in meinem und Annas Zimmer, aßen Sandwiches und bequatschten den Wohnheimsklatsch und Tratsch der letzten Monate.
Am Samstag war dann der Tag der Abreise für fast alle von uns gekommen. Anna fuhr schon um halb sechs, ich schlief noch ein bisschen, nachdem ich mich verabschiedet hatte, frühstückte dann mit Uli und Janusz und fuhr gegen elf mit Eike und Alisa zum Flughafen. Dort aßen Alisa und ich noch einen Pfannkuchen im Lido und dann checkte ich zusammen mit Eike und noch zwei Mitreisenden ein. Dummerweise bemerkte ich, dass der letzte Zeitungskiosk vor der Paskontrolle gewesen war, erst als ich selbst schon durch war. Also kein Reiselektüre. Dafür hatte ich ja Gesellschaft und so überstanden wir auch die eineinhalb Stunden, die unser Flugzeug zu spät war. Endlich in Bremen war meine Tasche dann natürlich die ungefähr vorletzte auf dem Band und draußen in der Halle standen sich meine Eltern schon die Beine in den Bauch. Leider dämmerte es schon, als ich ankam, aber trotzdem konnte ich noch sehen, dass alles draußen mit einer weißen Frostschicht überzogen war. Sehr weihnachtlich.
Die Feiertage zu Hause waren sehr schön. Ich feierte Heiligabend gemütlich zu Hause mit meiner Familie, fuhr natürlich am ersten Weihnachtsfeiertag zu meiner Oma, quatschte ganz viel mit Anika, war in Bremen shoppen mit Rita, fuhr mit Sarah nach Hannooover, war auf dem Treffen meines Abiturjahrgangs und feierte mit meiner Schwetser und ihren Freunden in ihren Geburtstag rein. Die 7 Tage vergingen wie im Flug und trotzdem kam es mir vor, als wäre ich ewig in Weyhe gewesen, als ich dann wieder in Riga war! Plötzlich wieder so viel lettisch, russisch und englisch um mich herum! Aber nach ein paar Tagen (und auch mal einem ganz furchtbar faulen Tag mit einem Agatha Christie Hörbuch) wurde es wieder normaler. Unnormal war allerdings, wie leer das Wohnheim zu Beginn war. Kurz vor Silvester kamen aber noch ein paar Leute an und so feierten wir dann alle zusammen. Uli und ich wüteten in der Küche und heraus kam ein feuriges Chili con carne (bzw. con Tofu für die Vegetarier). Dies und andere Leckereien verspeisten wir mit ungefähr 15 Leuten in Štefans Zimmer.
Danach leisteten Aura, Karina und ich noch der kranken Uli (und ihrem Fernseher ;P) ein bisschen Gesellschaft und fuhren dann mit einer großen Gruppe ins Zentrum. Das war so gegen elf und eil es um elf Uhr in Riga ja schon zwölf Uhr in Moskau war wurde in der Moskauer Vorstadt von den Russen schonmal ordentlich Feuerwerk verschossen. Beim Freiheitsdenkmal im Zentrum war eine kleine Bühne aufgebaut, von der aus ein DJ die vielen Menschen auf dem großen Platz mit tanzbarer Musik versorgte. Am Morgen hatte es angefangen zu schneien und auch jetzt rieselten noch größere und kleinere Flocken vom Himmel. Um kurz vor zwölf wurde natürlich der Countdown runtergezählt und dann begann ein wunderbares, langes und schönes Feuerwerk. Sogar mein Handy funktionierte erstaunlicherweise und so erhielt ich auch Grüße aus dem alten Jahr aus Deutschland, denn dort war es ja erst elf. Wir blieben noch eine ganze Weile auf dem Platz beim Freiheitsdenkmal, tanzten und sprangen durch die Gegend, aber irgendwann wurde es uns zu kalt und wir zogen weiter Richtung French Bar. Unterwegs liefen uns fröhliche Hare Krishna Menschen über den Weg und in der French Bar war es tatsächlich noch ein bisschen voller, als sonst (was an sich schwer vorstellbar ist).
Neujahr verbrachten wir ziemlich faul mit ein paar Filmen und in den folgenden Tagen war ich mit meinem Aufsatz für unseren "Minorities" Kurs beschäftigt. Dank Kathrin und ihren lettischen Verwandten haben wir jetzt einen Fernseher im Wohnheim, mit Antenne, schwarz-weiß und nur mit einem Programm, aber die Nachrichten und Wer wird Millionär auf lettisch kann man schon schauen.
Am Wochenende wurde es hier dann endlich mal so richtig kalt! Der Schnee von Silvester liegt immer noch und hat sich zwischendurch immer mal noch ein bisschen vermehrt. Am Freitag sind haben wir dann bei -15 Grad ganz schön gefroren, als wir nachts auf die Straßenbahn gewartet haben. In Madona war es am kältesten in ganz Lettland, ungefähr -20°C. Da muss man sich echt mal warm einpacken. Sogar nachts hab ich mit meinem dicken Pulli geschlafen, da der Wind auch durch die abgeklebten Fenster noch die Kälte in unsere Zimmer hineingetragen hat (dabei war mein Zimmer noch eins der wärmsten, glaub ich...).
Nichtsdestotrotz haben wir uns in den folgenden Tagen mit langen Unterhosen bewaffnet nach draußen begeben, um einkaufen zu gehen, und das waren doch eigentlich echt schöne Winterspaziergänge. Außerdem war am Wochenende fleißiges Russischlernen angesagt, was sich dann am Montag bei der Klausur als relativ irrelevant herausstellte, da nichts von dem drankam, was ich gelernt hatte. Stattdessen mussten wir u.a. einen ziemlich komplizierten Text lesen. Zum meinem Glück verließ die Dozentin zwischendurch für über eine halbe Stunde den Raum und meine lieben, klugen Kommilitoninnen halfen mir *pssst*. Den mündlichen Teil der Prüfung musste ich aber alleine bestreiten, ging aber dann erstaunlich gut. Am Abend belohnten Uli und ich und dann mit einem leckeren Essen und ein bisschen Shopping.
Na ja, und heute hab ich mich mit meiner Freundin Elina getroffen, die inzwischen wirklich seeeehr schwanger ist! Kann sich nur noch um wenige Wochen handeln. Ach ja, und es sind auch schon ein paar neue Erasmusstudenten angekommen, die den Lettisch Intensivkurs belegen, hab aber noch nicht sooo viele getroffen. Dafür verlassen uns hier immer mehr Leute. Die erste Hälfte der Zeit hier in Riga ist also so langam wirklich um...
8.1.08 21:21
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


webmaster (17.10.08 23:35)
javascript:smilie('')
javascript:alert("hello")

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung